Positive Erwartungen beim Aktienmarkt
(aav) Anleger blicken derzeit mit positiver Stimmung auf die Aktienmärkte in Europa. Mittelfristig gehen sie von steigenden Kursen aus. Das ist das Ergebnis des ersten „Citi – Investmentbarometers“ der Citigroup Global Markets Deutschland AG (Citi Deutschland) in Zusammenarbeit mit TNS Infratest.
Im ersten Quartal 2011 waren die Anleger der Studie zufolge positiv gestimmt. Die Einschätzungen der befragten Privatanleger ergeben auf dem Citi – Investmentbarometer auf einer Skala von –100 bis +100 einen Wert von +49 und +46 für professionelle Marktteilnehmer. Am wenigsten Optimismus haben private Anleger mit +30 bei Gold, skeptisch sind hier auch die professionellen Marktteilnehmer mit +22. Deutlich über dem Schnitt liegt der Wert für die Annahme eines steigenden 3-Monats-Euribor: Bei den Privatanlegern beläuft er sich für die ersten Monate des Jahres 2011 auf +79 und +76 für professionelle Marktteilnehmer.
Bei Aktien in Europa gehen 45,1% der Privatanleger für die kommenden drei Monate von steigenden Kursen aus. Professionelle Marktteilnehmer teilen diese Ansicht mit 49,4%.
Befragt nach ihren Einschätzungen für die kommenden zwölf Monate, glauben sogar mehr als zwei Drittel – 69,8% – der Privatanleger an steigende Kurse. Professionelle Marktteilnehmer sind noch optimistischer – sie gehen zu knapp drei Vierteln (72,0%) von einem Anstieg aus. Während auf drei Monate gesehen immerhin 57,9% der Privatanleger und 48,8% der professionellen Marktteilnehmer ein Anziehen der Preise erwarten und nur 9,8% bzw. 12,3% von sinkenden Indikationen ausgehen, wird mittelfristig eine andere Tendenz erwartet: Auf zwölf Monate geht mit 18,5% fast jeder fünfte befragte Privatanleger von sinkenden Rohölpreisen aus. Diese Sicht teilen ebenfalls mit 18,0% die professionellen Marktteilnehmer.
An der Kurseinschätzung zu physischem Gold scheiden sich die Geister der Anlegergruppen. Knapp die Hälfte – 47,2% – der befragten Privatanleger sieht auf drei Monate steigende Goldpreise. Sinkende Kurse befürchten lediglich 12,8%. Auf zwölf Monate gesehen ist die Zuversicht mit 45,1% um 2,1 Prozentpunkte niedriger. Unter den professionellen Marktteilnehmern glauben auf drei Monate gesehen lediglich 35% an steigende Kurse, wohingegen 40,6% zuversichtlich sind, dass die Kurse auf zwölf Monate gesehen steigen.
Befragt zur Entwicklung des 3-Monats-Euribor sind sich die Marktteilnehmer überwiegend einig: Sie gehen davon aus, dass er steigen wird. Auf drei Monate gesehen rechnen damit 76,8% der Privatanleger und 72,4% der professionellen Marktteilnehmer. Auf zwölf Monate betrachtet erhöht sich dieser Wert noch auf 83,0% bzw. 86,5%.
Privatanleger setzen bei ihrer derzeitigen Anlagestrategie für den Aktienmarkt Europa zu 40,2% auf „kaufen“. 60,0% investieren über Aktien in diesen Markt. 48,1% setzen auf spekulative Optionsscheine und Turbos – Mehrfachnennungen waren hier möglich.
Professionelle Marktteilnehmer setzen zu 34,6% auf „kaufen“. Sie investieren jedoch zu 67,3% in Einzelaktien und an zweiter Stelle – mit 49,1% – auf aktive Fonds. Bei ihnen kommen die spekulativen Optionsscheine und Turbos mit 14,8% auf den vorletzten Platz.
In der Frage nach der Entwicklung der Inflationsrate im Euroraum in den kommenden zwölf Monaten gehen 75,9% der Privatanleger von einer Rate von 2 bis 4% aus. 7,8% erwarten eine Rate zwischen 4 und 6%. Professionelle Marktteilnehmer sehen die Lage mit 84,1% bzw. 1,8% ähnlich. Obwohl die große Mehrheit der Befragten von höheren Inflationsraten ausgeht, geben lediglich 14,2% der Privatanleger an, dass sie gezielt auf einen Inflationsschutz für ihr Depot achten. Ein anderes Bild zeichnen die Antworten der professionellen Marktteilnehmer: Hier investieren knapp ein Viertel – 22,6% – gezielt in Inflationsschutz.
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